Sep 26 2010

Ist nofollow für interne Links schädlich oder hilfreich?

Tag: Google-NewsChristian @ 22:37

Habt ihr euch schon Gedanken gemacht, ob und wie ihr “nofollow” bei euren internen Links einsetzen solltet? Matt Cutts erklärt im heutige Video-Post, was er von internen Links mit “nofollow” hält.

Roland aus Bangkok fragt: “Nofollow für interne Links: Ist dies eher schädlich oder hilfreich? Ich habe verschiedene Aussagen von Matt gelesen. Wie lautet die aktuelle Empfehlung?”

Meine Aussagen zu diesem Thema waren eigentlich ziemlich konsistent. Meiner Meinung nach ist dies normalerweise Zeitverschwendung. Es ist ein Second-Order-Effekt und es ist besser, neuen Content zu erstellen, der Links erhält, als sich darüber Sorgen zu machen, wie der PageRank innerhalb der eigenen Website beschränkt werden kann.

Meine Ansicht ist klar: Ich würde “nofollow” nicht für interne Links verwenden. Der Grund ist, dass der PageRank die Website basierend auf den Links durchläuft, die sich auf eurer Website befinden. Wenn ihr “nofollow” zu euren internen Links hinzufügt, fallen eure Links aus der Linkgrafik heraus. Sie leiten keinen PageRank mehr weiter. Der PageRank kann sich nicht mehr auf eurer Website bewegen, sondern ein Teil davon verschwindet plötzlich. Für die Links innerhalb eurer Website würde ich darum fast immer empfehlen, den PageRank nicht einzuschränken und “nofollow” nicht zu verwenden.

Es kann sehr spezifische Situationen geben, in denen bestimmte Seiten nicht gecrawlt werden sollen, wie etwa die Anmeldeseite. Wenn ihr z. B. von TripAdvisor, Orbitz oder Expedia seid, möchtet ihr vielleicht nicht, dass der Googlebot eure Anmeldeseite crawlt, da er sich dort nicht anmelden kann. Aber selbst dann ist es meistens kein Problem, wenn diese Seite in den Suchergebnissen vorhanden ist. Es ist auch nicht schlimm, wenn die Datenschutz- oder die Infoseite angezeigt werden.

In den allermeisten Fällen würde ich sagen: “Fügt ‘nofollow’ nicht zu internen Links hinzu.” Lasst den PageRank eure Website durchlaufen. Wenn ihr die Architektur eurer Website ändern und einige Teile näher an die Route bringen möchtet, sodass es weniger Links gibt bzw. mehr PageRank ankommt, dann ist das eine gute Möglichkeit, den PageRank-Fluss innerhalb eurer Website zu verändern. Ich würde “nofollow” nicht verwenden, da ich glaube, dass es mehr Nachteile als Vorteile hat.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team


Sep 26 2010

Brauchen wir einen Meta-Tag für ‘negative Keywords’?

Tag: Google-NewsChristian @ 22:36

Im folgenden Video sieht sich Matt Cutts mit einer eher ungewöhnlichen Frage konfrontiert: Was ist, wenn man für bestimmte Keywords nicht ranken möchte?

Okay, eine interessante Frage kommt von Tiggerito aus Adelaide, Australien. Tiggeritos Frage: “Ich arbeite für ein Waisenhaus, dessen Website bei den Suchergebnissen für ‘girls in bathrooms’ angezeigt wird, weil wir einen Artikel über die Renovierung der Mädchenbäder haben.

Wie findet ihr die Idee eines negativen Keyword-Meta-Tags
zum Blockieren irrelevanter Suchanfragen?”

Eine sehr gute Frage. Ich denke, die meisten Leute möchten den Suchmaschinen eher nicht sagen: “Oh nein, ihr verschafft mir zu viele Zugriffe. Ich möchte nicht, dass ihr mir so viele Nutzer und Besucher sendet.”

Ehrlich gesagt, erhalten wir solche Anfragen nicht sehr oft. Ich kann mich an keine Anfrage dieser Art erinnern. Wir müssen Prioritäten in Bezug auf die Engineering-Ressourcen setzen. Und selbst wenn wir ein negatives Keyword-Meta-Tag einführen würden, müssten wir dies bei jeder Veröffentlichung neuer Indexierungscodes oder
Crawlingmethoden weiter unterstützen.

Wir versuchen deshalb, nachhaltig zu denken und nicht nur immer mehr Funktionen einzuführen, da wir einfach nicht unzählige Funktionen unterstützen können, die nur selten verwendet werden.

Ich denke, dass hier ein Fehler bei unserem Ranking vorliegt. Wir müssen sicherstellen, dass “girls in bathrooms” relevante Ergebnisse zurückgibt. Ich bin nicht sicher, wie ein Ergebnis von hoher Qualität und echtem Nutzen aussehen würde, das hängt wohl von der Intention des Nutzers ab.

Dies ist jedoch ein Problem, bei dem wir sagen können: “Okay, was müssen wir tun, um Suchergebnisse von höherer Qualität bzw. größerem Nutzen zu liefern?”

Wir danke für die Meldung, aber wir wurden einfach noch nicht oft genug gebeten: “Bitte sendet mir keine Besucher. Ich möchte bei dieser Wortgruppe nicht angezeigt werden.”

Bei vielen solcher Anfragen könnten wir sie evtl. berücksichtigen. Es könnte jedoch seltsam sein, wenn jemand sagt: “Ich will nicht, dass mein Restaurant bei der Suche nach schlechten Restaurants angezeigt wird.” Wir glauben, es ist am besten, wenn Google die Suchergebnisse einstuft. Dann können wir unsere Algorithmen verbessern, aber ich denke nicht, dass wir so bald ein negatives Keyword-Meta-Tag anbieten werden.

Veröffentlicht von Jörg Pacher, Search Quality Team


Sep 26 2010

Helfen oder behindern Tag-Clouds meine SEO?

Tag: Google-NewsChristian @ 22:36

Matt Cutts beantwortet heute eine Frage zum Thema Tag-Clouds und gibt Empfehlungen zu ihrer Verwendung.

Wir haben eine Frage von sppro aus New York: “Sind Tag Clouds nützlich oder nachteilig für SEO? Oder haben sie keinen Effekt?”

Zunächst einmal: Was ist eine Tag Cloud? Typischerweise habt ihr ein Blog oder etwas ähnliches, in dessen rechter oder linker Seitenleiste sich ein ganzes Bündel unterschiedlicher Tags befindet, mit denen die verschiedenen Blog-Posts markiert wurden. Die Tags sind etwas größer, wenn sie häufiger verwendet wurden. Ansonsten sind sie etwas kleiner. Was ist also eine Tag Cloud? Eigentlich ist es einfach eine Liste von Links.

Kann man es mit den Tag Clouds übertreiben? Ja. Wenn ihr 500 Tags in eurer Tag Cloud habt, kann das nach überflüssiger Keyword-Verwendung aussehen, besonders da es sich um völlig zufällige Begriffe handelt, die alle durcheinander geworfen wurden. Oder eure Tag Cloud sieht aus wie ein seltsames Wirrwarr, in dem die Tags herumwirbeln. Für die Nutzer kann das unterhaltsam sein, aber ich denke nicht, dass wir diese Links immer extrahieren und einen PageRank durchlaufen lassen können. Ihr müsst euch eine Tag Cloud tatsächlich als Linkliste vorstellen. Und als solche kann sie gut oder schlecht für eure Website sein.

Wenn ihr es übertreibt, vertrauen wir diesen Links möglicherweise nicht. Außerdem kann es das Ranking eurer Seite beeinflussen. Wenn es nur wenige Tags sind, hat dies wahrscheinlich keinen negativen Einfluss auf euer Ranking, aber es handelt sich dennoch um eine Anzahl von Links auf eurer Seite, die vom PageRank durchlaufen werden. Wenn der PageRank eure Website durchlaufen soll, ist es möglicherweise sinnvoller, ihn auf die einzelnen Blog-Posts zu verweisen, statt bestimmte Dinge als SEO oder Google oder ähnliches zu taggen.

Ich verwende in meinem Blog eher Kategorieseiten statt Tag Clouds. Sie waren mal sehr beliebt, aber die Nutzer scheinen sie nicht mehr so stark zu beachten und weniger zu verwenden. Es kann außerdem etwas Arbeit machen sie einzurichten und manchmal sendet ihr eine riesige Menge an Links zu verschiedenen Teilen eurer Website, ohne darüber nachzudenken, welche Seiten tatsächlich vom PageRank erfasst werden sollen. Ich persönlich tendiere dazu, Tag Clouds weniger zu verwenden. Sie haben normalerweise keine Nachteile, außer wenn ihr sie tonnenweise verwendet. Dann können sie eure Arbeit behindern, da es dann nach überflüssiger Keyword-Verwendung aussieht. Ihr könnt sie also gerne verwenden, aber beachtet diese Faktoren, wenn ihr über die Größe eurer Tag Cloud, die Technologien, die Tags und all diese Dinge entscheidet.

Veröffentlicht von Daniela Loesser, Search Quality Team


Sep 12 2010

Mehrwert bei Webkatalogen?

Tag: Marketing & SEOChristian @ 13:31

Wo bieten Webkataloge eigentlich einen Mehrwert? Für was braucht man sie noch in Zeiten, wo Google eh “alle” Seiten findet?

Hier ein Zitat aus dem Abakusforum vom Macher von BeamMachine.net:

Kataloge sind normale Websites. Der Mehrwert liegt in der Redaktion, die Google nicht hat. Der Content besteht aus redaktionellen Linklisten. Wenn diese Linklisten höherwertig als die Google-SERPs sind, sind sie für Google und die User eine Bereicherung.

Die meisten SEOs tun alles, um die Qualität der Webkataloge mit DC und Spam in den Keller zu ziehen. Deshalb sollte man die meiste Kritik aus dieser Ecke einfach nicht ernst nehmen.

Ich brauche dem nichts mehr hinzuzufügen.


Sep 03 2010

Webmaster Directory und Blog zu verkaufen?

Tag: Webmaster DirectoryChristian @ 07:48

Ich überlege mir, das Directory und den dazu gehörenden Blog zu verkaufen. Allerdings nur, falls das Angebot stimmt. Langsam wächst mir die Sache über den Kopf, ich kann weder genügend gut Proggen noch habe ich das Geld, um es entsprechend ausbauen zu lassen. Mal schauen, vielleicht kommt ja ein Angebot, dass passt. Dann klappt es. Ansonsten… mache ich weiter.