Apr 24

Seite eintragen in Webkataloge

Tag: Leitartikel,Webmaster DirectoryChristian @ 06:05

offener Brief an einen imaginaeren Webmaster…

Mein lieber Webmaster
Ich kenne Dich inzwischen ein bisschen, obwohl ich noch nie persoenliche Worte mit Dir gewechselt habe. Du meldest Deine Seiten in meinen Verzeichnissen an, obwohl sie gegen die meisten meiner von mir erstellten Regeln verstossen. Ja, ich weiss, Regeln sind dazu da umgangen zu werden. Ich weiss auch, dass mein mieses Verzeichnis froh sein kann um jeden Buchstaben Content, den es eigentlich gar nicht verdient. Ausserdem gibt es sooo viele Verzeichnisse und wert sind sie eh nichts mehr, also was soll mein bloedes Gequassel im Bezug auf Qualitaet, Rechtschreibung usw.

Eigentlich hast Du Recht. Ich sollte jeden Eintrag freischalten. Deinen auch… den, der nicht mal eine richtige Mailadresse hat. Oder, der eine Seite anmelden will, die thematisch absolut nicht in die entsprechende Kategorie, wenn sie denn ueberhaupt ins Verzeichnis passt. Backlink ist schliesslich Backlink. Dein Kunde bezahlt Dich ja fuers eintragen und nicht dafuer, dass Du die richtigen Verzeichnisse und eine einigermassen vernuenftige Beschreibung fuer den Eintrag aussuchst.

Aber, und jetzt kommt es, ich habe meine Regeln fuer meine Verzeichnisse nicht aus Jux erstellt. Die haben einen einfachen Zweck. Ich will nur Seiten in meinen Verzeichnissen, die etwas darstellen und den Besuchern auch Inhalte anbieten. Seiten, die zu meinen Verzeichnissen passen und vor allem moechte ich Geschaeftspartner, die mein Angebot respektieren und mich nicht wie den letzten Dreck behandeln, nur weil ich die Dienstleistung gratis anbiete. Gratis heisst naemlich nicht umsonst. Gratis war bei Dir die Schule, bei mir war sie nicht umsonst.

Also, lieber Webmaster und SEO, der Du die Seiten Deiner Kunden in meine Verzeichnisse eintragen moechtest… solange Du nicht Respekt vor meiner Arbeit und meinen Regeln hast, so lange kannst Du es vergessen, dass ich Deine Eintraege freischalte.

Übrigens… falls Du eine spezielle Mailadresse fuer die Eintraege kreiert hast, ich aendere diese IMMER auf die Mailadresse, die im Impressum der angemeldeten Seite hinterlegt sind, bevor ich den Eintrag wieder loesche. Damit der Auftraggeber auch weiss, welchen Schrott Du produzierst.

Ich wuensche Dir noch einen schoenen Tag…
Dein Verzeichnisbetreiber

Es war mir ein Beduerfnis, nachdem ich in den letzten drei Tagen mehr als 30 Eintraege geloescht habe, die einfach nicht den Regeln entsprachen.

5 Kommentare zu “Seite eintragen in Webkataloge”

  1. Alfred (4 comments) says:

    Diesen Text wuerd ich gern in meinem Verzeichnis uebernehmen. Er spricht mir aus der Seele. Ich habe in meinem Anmeldeformular http://branchenknecht.de/Firma-eintragen meine Bedingungen bereits rot hervorgehoben, leider musste ich feststellen das viele Webmaster wohl nicht lesen koennen und auch noch farbenblind sind. Ich frage mich nur, ob es Sie ueberhaupt interessiert wenn der Eintrag geloescht wird. Vielleicht ist das Ausfuellen von Eintragsformularen fuer einige ein Hobby geworden, dabei spielt es wohl keine Rolle ob der Eintrag freigeschaltet wird oder nicht. Auf den Hinweis, sie moechten bitte einen anderen Beschreibungstext einreichen wird ueberhaupt nicht reagiert.

    Gruß
    Branchenknecht

  2. Christian (205 comments) says:

    meine Worte… :) Den ganzen Text kann ich Dir leider nicht zur Verfuegung stellen, aber Auszugsweise darfst Du ihn gerne verwenden.

    Das Grunduebel sind oft automatische Eintragungen oder Eintragungen von “professionellen” SEOdienstleistern. Denen ist es egal, wo sie eintragen, die Menge macht es.

  3. Christian (205 comments) says:

    noch was… ich sende Ablehnungen grundsaetzlich immer an die im Impressum hinterlegte Mailadresse. Da kommt dann schon mal eine erstaunte Nachfrage um was genau es geht… und ich darf dann erklaerend schreiben, dass der Beauftragte vermutlich Regeln nicht lesen kann und so eher Negativwerbung fuer die entsprechende Seite macht. ;)

  4. Carsten (4 comments) says:

    Der Brief trifft den Nagel auf den Kopf. Kann ich ebenfalls so bestaetigen und zu 100% unterschreiben. Einige User/ Webmaster oder die Eintragsservice legen immer noch zu 400 % in Ihre “Keywoerter” als einmal Ihre Energie in einem vernuenftigen Text zu formulieren, der weit mehr bringt als dieser Keywortspam. “Content is King” kann man an jeder Ecke im Internet lesen aber das scheinen immer noch einige nicht so ganz verstanden zu haben. Habe auch einige ganz Schlaue Webmaster die bei der Beschreibung sehr gern die Leertaste benutzen, weil Ihnen wahrscheinlich nichts zu Ihrem Angebot einfaellt. Aber ich denke das diese krassen Eintraege nur von diesen Eintragsdiensten kommen, was will man auch fuer so einen pauschal Preis erwarten. Wenn man Sich dort mal so umschaut gehen dann graut einen das schon. Was mir in letzter Zeit auch aufgefallen das das einige “Agenturen” Emailadressen verwenden die im Quelltext fuer die Spambots eingebaut worden sind. Das ist auch recht fein wenn man dann auf einmal auf einer Blacklist steht und gar keine emails mehr an die Ordentlichen Mitglieder versenden kann. Wir haben auch bei unseren Social Bookmark Service die laenge des Beschreibungstextes geaendert. Zwei bis drei Saetze mueßte doch jeder hinbekommen, fuer einen sauberen Backlink. Wenn man Eintraege nicht kontrolliert und alles frei schaltet was das so angemeldet wird, da kann man sich mit so einem Eintrag auch mal selber abschiessen und die Arbeit was man dort so rein investiert ist komplett fuer die
    Katz.

  5. Der Blog » Erfahrungen mit Spameinträgen! says:

    [...] wird verrechnet) und der Button Löschen hilft auch nur bedingt. Ich habe das in meinem Brief an einen imaginären Webmaster bereits einmal recht ausführlich behandelt. Interessant wäre es, wenn andere Betreiber [...]

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