Mar 06

nofollow oder nicht?

Tag: Marketing & SEOChristian @ 06:38

Nofollow oder follow, das ist hier die Frage. Zumindest wuerde das Hamlet heute so formulieren. ;)

Vorneweg,, es ist eine reine Glaubensfrage. Wobei die tonangebenden Leute bei Google klare Aussagen machen: Alles was Werbung ist und bezahlt wird, soll mit rel=”nofollow” gekennzeichnet werden.

Die SEO-Profis streiten sich derweil, was eigentlich Werbung ist und die Moechtegern-SEO scheren sich einen Deut um die Vorgaben der Suchmaschinenbetreiber, kaufen / mieten und verkaufen / vermieten weiterhin Links nach eigenem Gutduenken ohne nofollow zu verwenden. Gem. Matt Cuts von G soll Google nun ein besonderes Augenmerk auf diese Punkte legen und damit dem Linkkauf einen Riegel vorschieben. Eigentlich nicht dem Linkkauf, dagegen ist Google ja gar nicht, sondern dem Verlinken gegen Bezahlung ohne nofollow zu nutzen.

In Verzeichnissen ist die Sache eigentlich recht einfach…

  • Wer Eintraege kostenpflichtig anbietet mit der Absicht, Backlinks zu vermieten, muss die Eintraege mit nofollow kennzeichnen.
  • Wer regelmaessig Geld fuer Eintraege verlangt und dieses Geld fuer den Eintrag selber einkassiert, muss die ausgehenden Links mit nofollow markieren
  • Wer fuer einen Eintrag einmal Geld verlangt fuer die Bearbeitung und Pruefung des Eintrages, muss den Link NICHT mit nofollow kennzeichnen
  • Wer fuer einen Eintrag regelmaessig Geld verlangt fuer die Kontrolle des Eintrages, muss den Link vermutlich nicht mit nofollow kennzeichnen

In welche Kategorie Euer Verzeichnis passt, muesst Ihr schon selber entscheiden. Ich kann hier nur die Informationen aus den Suchmaschinenregeln zusammen fassen und an Euch weiter geben. Inkl. meiner bescheidenen Meinung dazu die da lautet: Ich finde die Regelung gut…
Einzig bei Verzeichnissen, die regelmaessig die Eintraege ueberpruefen und dafuer auch Geld verlangen bin ich mir nicht ganz sicher. Es gibt aber eine klare Regel, die auch jedem einleuchten sollte:
Wird ein Linkplatz vermietet / verkauft mit der Absicht in den Serps der Suchmaschinen zu steigen muss der Link mit nofollow gekennzeichnet werden. Womit der Linkkauf / die Linkmiete zu diesem Zweck ad absurdum gefuehrt wird und die Suchmaschinenbetreiber ihr Ziel erreichen.

Ach ja, Google ruft dazu aus, Linkkauf zu melden. Denunzianten, meldet Euch, endlich duerft Ihr Euch offenbaren.

3 Kommentare zu “nofollow oder nicht?”

  1. Kristina (13 comments) says:

    Laut deiner Aussage muessten ja die großen Webkataloge von Web.de und allesklar.de abgestraft werden, da die Listung bei solchen Verzeichnissen meistens fuer ein Jahr ist.

    Da werden vermutlich andere Kriterien bewertet. Kenne aber viele Webkataloge, die von PR 5-7 auf 0 abgestraft wurde, weil “Linkverkauf”

  2. Christian (205 comments) says:

    Hallo Kristina
    Ja, muessten sie nach den Regeln von G eigentlich… immerhin schreibt G im eigenen Blog:

    Sicher ist es in Ordnung, wenn ihr Geld mit eurem Webkatalog verdient, solange ihr auch ueberzeugenden und guten Content fuer User anbietet. Falls ihr eine Gebuehr dafuer verlangt, in eurem Verzeichnis gelistet zu werden – wofuer ist sie? User werden es anerkennen, falls eine moegliche Gebuehr fuer die Muehe und Zeit verwendet wird, die es kostet, alle Eintraege zu ueberpruefen und somit einen hohen Qualitaetsstandard zu erhalten.[.....] Falls Webmaster jedoch Links kaufen und verkaufen, um das Suchmaschinenranking zu manipulieren, behalten wir uns das Recht vor, die Qualitaet unseres Indexes zu schuetzen. Das Kaufen und Verkaufen von Links, die PageRank weitergeben, verstoesst gegen unsere Richtlinien fuer Webmaster.[.....] Viele Leute, die am Suchmaschinenranking arbeiten, sind der Meinung, dass das Verkaufen von Links die Qualitaet von Links im Web mindern koennte. Falls ihr einen Link kaufen oder verkaufen wollt – nicht fuer Suchmaschinen, sondern um Besucher oder Traffic zu erhalten – dann koennt ihr diesen mit einer einfachen Methode kennzeichnen (mit dem nofollow-Attribut). Googles Haltung zum Verkauf von Links ist ziemlich eindeutig, und wir sind ziemlich akkurat darin, Linkverkaeufer sowohl algorithmisch als auch manuell zu erkennen. Sites, die Links verkaufen, verlieren das Vertrauen der Suchmaschinen.

    Soweit die Meinung von Google resp. deren MA. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch andere Suchmaschinenbetreiber so denken.

  3. Linkmiete / Linkkauf eine Moeglichkeit fuer Webkataloge? | Der Blog says:

    [...] Werbung. Denn wir leben alle von unseren Besuchern. Allerdings will Google hier wiederum, dass wir Werbung mit nofollow kennzeichnen, damit die Links nicht in die Wertung [...]

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