Jun 21

Bedeutung von Verzeichnissen

Tag: Webmaster DirectoryChristian @ 12:22

Ich möchte Euch hier auf einen alten Artikel von Löwenherz aufmerksam machen, der bereits im Jahr 07 erschienen ist. Wenn ich den Artikel so lese könnte man durchaus meinen, er seit Tagesaktuell. Ist er eigentlich auch, denn viel hat sich an der Situation seit Sept. 07 nicht verändert. Noch immer werden Verzeichnisse aufs geratewohl ins Netz gejagt und verkümmern dort jämmerlich. Nicht, weil die Scripte nichts wert sind sondern weil der Webmaster sich absolut keinen Plan zurecht gelegt hat, wie das eigentlich funktionieren könnte.

Eigentlich traurig, dass wir in den vergangenen fast 2 Jahren nichts hinzugelernt haben, oder? Obwohl damals die grosse Aktion von G durchgeführt wurde, obwohl immer mehr Stimmen laut wurden, dass Verzeichnisse nichts wert sind. Trotz (oder genau wegen?) dieser Argumente gegen Webkataloge und andere Verzeichnisse wurde immer weiter geproggt und verkauft, immer mehr Verzeichnisse wurden ins Netz gestellt. Das mag auf der einen Seite an der leichten Verfügbarkeit der Verzeichnisse liegen (tiefer Preis / einfach Installation). Auf der anderen Seite scheint den entsprechenden Webmastern einfach egal zu sein, was sie ins Netz stellen. Das Ego verlangt nach einer eigenen Suchmaschine, also installieren wir schnell einen Webkatalog und kaufen uns dazu noch einen sql-dump mit möglichst vielen Kategorien….

Der neueste Trend sind, nach den Artikelverzeichnisses und den Social-Bookmarksystemen auf der Basis von Scuttle und Co. RSS-Verzeichnisse. Man kauft sich ein Script und bietet an, RSS-Feeds aufzunehmen. OK… machen wir mit. Aber, für wen ist das Angebot? Denkt Ihr wirklich und allen ernstes, irgend jemand besucht diese Verzeichnisse? Vielleicht diejenigen, deren Betreiber auf die Inhalte achten und nicht jeden Scheiss (tschuldigung) veröffentlichen. Aber, wie bei den Webkatalogen wird weit mehr als die Hälfte zu Spambasen verkommen und ein jämmerliches Dasein in den weiten des Web fristen.

Der Ansatz zur Lösung des Problemes könnte darin liegen, dass wir uns Gedanken machen über neue Wege resp. eigentlich nur über die Rückkehr zu alten Werten. Nicht die Menge macht es und nicht jedes Verzeichnis muss alle Themen abdecken. Manchmal, da genügt es schon wenn man nur die Feeds eines Marmeladenblogs einbindet oder nur Seiten über Präservative in seinen Webkatalog aufnimmt. Ein jeder hat vermutlich ein Themengebiet, in dem er sich einigermassen auskennt und das er besetzen kann. Nur machen es die wenigsten….

4 Kommentare zu “Bedeutung von Verzeichnissen”

  1. Frank (1 comments) says:

    Danke für den Trackback und deinen Artikel. Ich stimme dir vollkommen zu. Hey, und wenn ich mir meinen einzigen Katalog anschaue, der in einem meiner Fachgebiete läuft (und damals nicht aus Ego-Gründen, sondern mit klarem Konzept zu Testzwecken gestartet wurde), dann stelle ich fest: Seit ca. zwei Jahren unter fast 1 Million Ergebnissen mit dem Hauptkey bei Google auf Platz 2 direkt hinter der Wikipedia. Und damit ist klar, dass er den eingetragenen Seiten – wenn auch vielleicht keinen PR, so doch – vielleicht themenrelevanten Trust vererbt. That’s it.

  2. Christian (192 comments) says:

    und wenn Du nun auch noch auf themenrelevante Einträge achtest, wird das auch noch lange so bleiben… mindestens, bis ein anderer sich Deinen Platz verdient ;)

  3. Chandor (30 comments) says:

    Konzeptlosigkeit und andere “dumme” Gründe für heutiges Neu-Erstellen eines Webkataloges liegt schon darin, einen Nicht-Themenkatalog aufzumachen.

    Sorry, aber ist schon von vornherein schon zum Scheitern verurteilt! Der Aussage muss man sich nicht unbedingt anschließen. Die Argumente der Gegenpartei in Bezug auf ECHTE interessierte Besucher wären dann aber recht “interessante” (…..gäääähhhhhhnnn)

  4. Christian (192 comments) says:

    Genau da liegt doch das Problem, die Counter zählen meistens nicht die echt interessierten Besucher sondern einfach die unique Visits und das ist die einzige Messlatte.

    Bei den Zahlen kann ich vermutlich nicht mithalten, aber dass die Besucher bei mit zu einem grossen Teil bis zu 15 Minuten und mehr verweilen, das finde ich ein gutes Zeichen.

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